Gestorben: Pfarrer Manfred Herbert

Bild des Benutzers Siegfried Bergler
Erinnerung an Pfr. Manfred Herbert

Schweinfurt, März 2017. Wenige Tage nach seinem 66. Geburtstag ist Pfarrer i.R. Manfred Herbert am Montag, dem 6. März, nach einer Herz-OP im Klinikum Bad Neustadt verstorben. Fast genau vor drei Jahren, am 23. Februar 2014, war er aus seinem Pfarrdienst in der Schweinfurter Gustav-Adolf-Kirche verabschiedet worden (s. LINK: https://www.schweinfurt-evangelisch.de/inhalt/go-west-wo-die-groessere-f...) und verbrachte seitdem seinen ihm nur kurz vergönnten, von seiner fortschreitenden Herzerkrankung gezeichneten Ruhestand in Poppenhausen.

Dekanat und Pfarrkapitel trauern um ihn. Ihr Mitgefühl gehört gerade in diesen Tagen seinen Verwandten.

Eine bewegende Trauerfeier - ohne Sarg - fand am Samstag, dem 11. März, in "seiner" vollbesetzten Gustav-Adolf-Kirche statt, in der er von 2004 bis 2014 gewirkt hatte. Sie wurde von seinem Ruhestandskollegen und jahrzehntelangen Freund Pfr.i.R. Gerhard Kelber in sehr persönlich anrührenden, ehrlich-offenen, mehrfach von Tränen unterbrochenen Worten gehalten. Seiner Ansprache legte er Herberts Konfirmationsspruch zugrunde: "Wer mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater" (Matthäus 10,32). Zuvor hatte Pfarrerin Eva Loos / Pfarrei Schweinfurt-West im Namen des "Hausherrn", Pfarrer Euclesio Rambo, der zurzeit in Israel weilt, die Trauergemeinde begrüßt. Rund 25 Pfarrerinnen und Pfarrer erwiesen dem Verstorbenen die letzte Ehre. Der Stellvertretende Dekan Pfr. Heiko Kuschel trug die offiziellen, Leben und Wirken Pfr. Herberts würdigenden Zeilen seitens der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern vor. Nachrufe sprachen Landtagsabgeordnete Kathi Petersen im Namen der SPD, deren Mitglied Pfr. Herbert gewesen war. Sozialsekretärin Evi Pohl vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitwelt dankte für sein langjähriges Engagement als Sozial- und Industriepfarrer, der Seelsorger vom St. Josef-Krankenhaus, Pastoralreferent Wolfgang Schöller, erinnerte an zwanzig dort gemeinsam gehaltene, akribisch vorbereitete ökumenische Gottesdienste, und KV-Vertrauensfrau Monika Schwarz resümierte das über zehnjährige Wirken des Verstorbenen in Gustav-Adolf.

Neben Marina Skrzybski an der Orgel trug der Kirchenchor von St. Salvator/Deutschhof unter Leitung von Günter Nürnberger schwermütige, vom letzten Abschied geprägte Stücke bei, zum Beispiel: "Lebe wohl, du guter Freund, du gehst uns nur jetzt voraus, bis wir sind wieder vereint in der großen, heil'gen Schar in dem ewigen Gotteshaus."

Am Montag, dem 13. März, erfolgte Pfr. Herberts Beisetzung im Familiengrab auf dem Hauptfriedhof Würzburg. Auch dort versammelten sich etwa hundert Weggefährten aus seinen Würzburger Tagen, insbesondere vom CVJM, in der Feierhalle, wo Pfr. Kelber noch einmal seine Trauerpredigt hielt. Dann begleiteten sie den Sarg zum Familiengrab, wo erst Anfang Februar Pfr. Herberts Mutter, die am 1. Febr. im Alter von fast 94 Jahren verstorben war, unter Anteilnahme ihres bereits von seiner Krankheit gezeichneten Sohnes ihre letzte Ruhe gefunden hatte. Auf dem Grabstein steht das Jesus-Wort "Ich lebe, und ihr sollt auch leben" (Johannes 14,19).

Anbei die Traueranzeigen von Dekanat und Familie sowie einige Archivfotos aus den letzten Jahren.