Ich sehe was, was du nicht siehst!

Datum: 

08.05.2020

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Liebe Hörer,

immer wieder frage ich mich in dieser Zeit, was die Erwachsenen eigentlich den ganzen Tag mit ihren Kindern so machen? Beim Einkaufen treffe ich eine Bekannte. Ich frage sie, wie es der ganzen Familie gehe? Sie antwortet: „Es ist schon schwer, die Kinder den ganzen Tag zu beschäftigen. Wir machen das, wozu wir sonst kaum kommen. Wir spielen. Am liebsten: „ich sehe was, was du nicht siehst … !““ Ich wünsche ihr noch ganz viel Spaß und gehe weiter. „Ich sehe was, was du nicht siehst!“ Wir alle kennen dieses Spiel. Es ist praktisch, besonders wenn Kinder sich langweilen. Man kann es eigentlich überall spielen: im Haus, im Garten, beim Spaziergangl Man braucht keine Hilfsmittel. Es kostet auch kein Geld. „Ich sehe was, was du nicht siehst .“ Da wird aus einer ganz alltäglichen Stunde etwas Spannendes, weil man die Augen offenhält und Dinge entdeckt, die man sonst einfach übersehen würde. „Ich sehe was, was du nicht siehst … .“ Vielleicht probieren sie es gerade in diesen Tagen einfach einmal aus und spielen auch wieder einmal „Ich sehe was, was du nicht siehst … .“ Vielleicht entdecken sie dann den Blumenstrauß auf dem Tisch?! Oder das liebevoll zubereitete Frühstück?! Das Leuchten der Kinderaugen, wenn sie mit ihnen spielen! Bestimmt merken sie dann, dass gerade jetzt jeder Tag etwas Besonderes ist, ein Geschenk.

Ihr Pfarrer Stefan Stauch aus Sennfeld