Schwebheimer Mehrgenerationenhaus gewinnt Jury-Preis „DemografieGestalter 2019“

Generationenübergreifendes Miteinander und Engagement

Helmtrud Hartmann, Bürgermeister Volker Karb, Diakonie-Vorstand Jochen Keßler-Rosa sowie Ute Fromm und Monika Hofmann vom MGH Schwebheim (v. l. n. r.) freuen sich über die Entscheidung der Jury.

Das Mehrgenerationenhaus Schwebheim ist beim bundesweiten Wettbewerb der Mehrgenerationenhäuser „DemografieGestalter 2019“ mit dem Jury-Preis ausgezeichnet worden. Das vom Landratsamt geförderte Leader-Projekt „Geburtstagstreffen mit ‚Geschichten, die das Leben schrieb'“ überzeugte  in der Kategorie “Gesellschaftlicher Zusammenhalt”, weil es in besonderer Weise den demografischen Wandel in Deutschland begleitet und gestaltet. Über das Geschichtenerzählen verbindet das Projekt unterschiedliche Generationen miteinander. Jüngere Menschen erhalten Einblicke in das Leben der Generation ab 65 Jahren. Ein Gemeinschaftsgefühl, gegenseitiges Verständnis und weitere Gespräche entwickeln sich daraus. Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Franziska Giffey hat die vier Gewinner am Donnerstag bekannt gegeben.  Die Nachricht erreichte die Beteiligten während der Feier zum zweijährigen Bestehen des Mehrgenerationenhauses Schwebheim. 
 
Das Team der Sozialen Dienste der Diakonie Schweinfurt um Leiterin Helmtrud Hartmann begrüßte  die rund 20 Gäste – unter ihnen der Schwebheimer Bürgermeister Volker Karb und Diakonie-Vorstand Pfarrer Jochen Keßler-Rosa. Hinzu gesellten sich 25 Kinder aus der Kindertagesstätte am Schloss, die im Frühjahr 2018 die Einladungskarten für das Projekt gestaltet hatten. „Es ist toll zu sehen, was hier in nur zwei Jahren auf die Beine gestellt wurde und wie viele Ideen hier aufgegriffen und umgesetzt wurden“, sagte Bürgermeister Karb nach der Preisverkündung und fügte hinzu: „Dass es eine davon zu einem Bundespreis geschafft hat, ist etwas ganz Besonderes und eine schöne und verdiente Wertschätzung für die Arbeit all derjenigen, die sich Tag für Tag im Kleinen um das Miteinander im Dorf kümmern, direkt hier im Mehrgenerationenhaus wie auch in den verschiedenen Arbeitskreisen, der Bürgerhilfe und den Vereinen“. 
 
Eine hervorragende Gelegenheit für Monika Hofmann, Koordinatorin des Mehrgenerationenhauses Schwebheim, um auf Bedeutung und Wirkung der Mehrgenerationenhäuser hinzuweisen. Hinter der „kleinen feinen Idee eines Geburtstagstreffens, bei dem Geschichten von älteren Menschen wertgeschätzt werden“, stünde nämlich, dass „wir mit dem Mehrgenerationenhaus  eine Anlaufstelle für Jung und Alt sind und Menschen in ihrer Lebenssituation wahrnehmen. Wir wollen Gemeinschaft leben, eine Sorgekultur entwickeln, den demografischen Wandel mitgestalten und Menschen einladen, damit sie nicht einsam sind. Dies machen wir mit dem Geburtstagstreffen, aber auch mit Volkslieder singen, Wandern gehen, Spieletreff, Sprechstunde Hilfen im Alltag und vielem mehr.“ 
 
Die Nachricht erreichte auch die aus Schwebheim stammende Bundestagsabgeordnete Anja Weisgerber. Ihrer Gratulation fügte sie hinzu: „Es zeichnet das Mehrgenerationenhaus Schwebheim aus, dass es in diesem bundesweiten Wettbewerb aus vielen guten Ideen in die Top 4 gewählt wurde. Mein Dank gilt allen, die sich für das Mehrgenerationenhaus Schwebheim einsetzen und dazu beitragen, den demographischen Wandel im ländlichen Raum zu gestalten. Denn hier wird das generationenübergreifende Miteinander und Engagement gelebt und gefördert.“
 

Text: Arwen Haase

Alle Fotos: Kathleen Fritz

 Hinter der Projektidee steht ein fachkundiges Team: Bürgermeister Volker Karb feierte die Auszeichnung  mit Katja Möhring und Britta Ritter vom Gemeinderat Schwebheim (1. Und 2. von links) sowie dem Team der Diakonie Schweinfurt (Ute Fromm, Luisa Mühlstein, Monika Hofmann, Elvira Heunisch, Kerstin Stauch und Helmtrud Hartmann (v. l. n. r.))So sehen fröhliche Gewinnerinnen aus: Ute Fromm umarmt Monika Hofmann.