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Wenn ich endlich frei hab, dann mach ich Sport. Wenn die nächsten Wochen rum sind, dann räum ich auf.
Eigentlich sind diese Wenn-dann-Sätze ziemlich sinnlos.
Mach's einfach, wäre viel besser. Ist nicht leicht, weil es ja bequemer ist, auf den Moment zu warten, bis Zeit, Lust und Notwendigkeit da sind. Bequemer, als einfach loszulegen und anzufangen, das, was ich mir vorgenommen habe, umzusetzen. Egal, ob es um kleine Aufräumprojekte geht oder um wirklich große Lebensentscheidungen.
Aber es hilft nichts. Vom Warten und Nichtstun wird meine Kondition ohne Sport nicht besser und der Schreibtisch nicht ordentlich. Ausreden, meine Ziele nicht umzusetzen, gibt's immer. Ich muss schlicht und ergreifend anfangen. Nicht mit allem auf einmal.
Ich beginne mit dem Papierstapel neben meiner Tastatur. Und dann geht's noch zum Sport. Nicht irgendwann, sondern heute.
Pfarrer Ivar Brückner, Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Obereisenheim.

