Archiv: Berichte aus dem Evangelischen Frauenbund 2006-2011

Spenden, Förderung, Sprachhilfe

Evang. Frauenbund ehrte Mitglieder für ihr besonderes Engagement

Schweinfurt, 13.12.2011. Der Evangelische Frauenbund hat vor 250 Gästen im Evangelischen Gemeindehaus Mitglieder, Förderer und Freunde geehrt, die in diesem Jahr die Sozialarbeit des Verbandes mit Spenden und hohem persönlichen Einsatz unterstützt haben. Ausgezeichnet wurden auch Mitglieder für ihr jahrelanges herausragendes Engagement im Frauenbund.
 
Für herausragenden Einsatz wurden Felix Wößner und Schatzmeister Wolfgang Köllner geehrt, die zwölf Jahre den Förder- und Freundeskreis geleitet hatten und 10000 Euro pro Jahr für Sprachförderung von Erwachsenen und die Ausbildung von Jugendlichen spendeten und den Ausbau des Mehrgenerationengartens unterstützten.
 
Lehrerin Sibylle Köllner gab schon 1994 den Anstoß, Kindern mit Migrationshintergrund bei den Hausaufgaben zu helfen. Dies geschah dann im Rahmen des Verbandes. Die neuen Vorstände des Förder- und Freundeskreises, Gerhart Seidel und Wiltrud Werner, sind in der Programmgestaltung des Frauenbundes, wie auch Birgit Seidel im kreativen Bereich ehrenamtlich engagiert.
 
Wiltrud Wößner wurde für ihre hervorragenden Reiseberichte, Vorträge und Diaprojektionen in den Großveranstaltungen der letzten 30 Jahre ausgezeichnet. Firmeninhaberin Christel Seubert hatte auf Vermittlung zwei feste Arbeitsplätze in diesem Jahr für Sozialhilfeempfänger geschaffen. Hans-Gerhard Stockinger ermöglichte einem jungen Ausländer, dessen Ausbildung nicht anerkannt wurde, das erneute Studium in Deutschland durch Vermittlung von BAföG, das zurückgezahlt werden muss. Der junge Mann hat bestanden und ist sofort im Beruf des Elektroingenieurs angestellt worden. [...]

(aus: Schweinfurter Tagblatt vom 13.12.2011, Text: fan)

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Miteinander der Generationen

- auch 2012

 

Ein Stapel Bücher aus der Buchhandlung Vogel wurde für Jugendliche und Kinder der gut besuchten Förderkurse gespendet.

(Foto: Gröner)

 

Ein ereignisreiches Jahr 2011 geht zu Ende. Gute Erinnerungen an die Studienreisen, auch gemeinsam mit Jugendlichen, lassen uns neue Pläne schmieden. 
Gemeinsame Museumsbesuche finden viel Interesse. Alle Veranstaltungen wurden gut angenommen. Unser sozialer Einsatz hilft vielen Menschen. Unterstützung erfahren wir dabei vom  Förder- und Freundeskreises. Ein neues Projekt wird die „Stützung von jungen Familien“ sein, Kinder und allein erziehende Mütter werden wir weiter begleiten.
Dankbar sind wir unseren Mitgliedern  für ihre Treue, Mitarbeit und auch für stille Mitgliedschaft. Viele schöne Begegnungen in den Seniorenheimen und mit Gästen im Garten Am Oberen Marienbach  werden wir weiterführen.    
Die Vermittlung in eine Arbeitsstelle ist uns ein paar Mal gelungen. In unserer Adventsfeier  werden wir Unternehmern und Privatpersonen danken.  
Alle Erlöse aus dem Kränze-Binden auf dem Weihnachtsmarkt im Sozialstand werden für soziale Aufgaben eingesetzt. Zu unseren Adventsveranstaltungen singen Schweinfurter Kinder. So bleiben Seniorinnen verbunden mit der jungen Generation. Gäste sind willkommen.

Ihre Heike Gröner

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Statt Regentropfen, die ans Fenster klopfen, drückte der Herrgott ein Auge zu Zusammen mit Heike Gröner im Bilde: Dr. Wolfgang Kattner und Jürgen Montag (Mitte)

Stippvisite im Paradies

Frauenbund feiert im Mehrgenerationengarten

Schweinfurt, 21. Mai 2011. Sonnenschirme waren höchst begehrt und deshalb der vom Frauenchor „Harmonie“ angestimmte Evergreen eher für trübe Tage geeignet: „Regentropfen, die an dein Fenster tropfen …“ Das brillante Wetter trug wesentlich dazu bei, dass bereits eine Stunde nach Beginn des geselligen Nachmittags weitgehend alle Schattenplätze besetzt und die übervollen Kuchenbleche umlagert waren.
Für Nichtkenner nur schwer vorstellbar, welch Kleinod sich direkt hinter der vierspurigen Straße Am Oberen Marienbach verbirgt! Der Frauenbund Schweinfurt hatte wieder einmal (s.u. Berichte von 2007 und 2008) in seinen dortigen Mehrgenerationengarten eingeladen. Gastlichkeit, Musik und ein abwechslungsreiches Programm lockten auch viele „Zahngäste“ an.
Zwar lautete das Motto: „Jugend trifft Senioren“. Aber es ging nicht bloß um das Miteinander von Jung und Alt, sondern nach Sprache, Hautfarbe und Herkunft der Mitwirkenden und Gäste beurteilt, darf man zu Recht von multikulti, multilingual, auch multikonfessionell und -religiös sprechen.
Zudem konnten Frauenbundvorsitzende Heike Gröner und ihre Stellvertreterin Ilse Heusinger mit etlichen „Promis“ und deren Grußworten aufwarten: Der Ordnungsreferent der Stadt Schweinfurt, Oberverwaltungsrat Jürgen Montag, reichte das Mikrofon weiter an Harald Mantel, den städtischen Integrationsbeauftragten und Projektleiter von „gern daheim in Schweinfurt“, dieser wiederum an Oliver Ziegler von der Regierung Unterfranken in Würzburg. Alle wertschätzten die Integrations-, Bildungs- und Kulturarbeit des Frauenbundes. Gemeinschaftsgeist war deutlich spürbar.
Im privaten Gespräch schilderte Frau Gröner einige „Fälle“, für die der Frauenbund eine gute Lösung erreichen konnte. Zum Beispiel unterstützte er finanziell eine junge Musikerin aus Russland, die von ihrem Mann im Stich gelassen worden war, besorgte ihr Unterkunft, Arbeit und erwirkte für sie vor allem das Bleiberecht in Deutschland. Auch die vom Frauenbund geförderten Sprachkurse werden sehr gelobt und sind deshalb gut frequentiert.
Die sonnige Superstimmung wurde musikalisch weiter angeheizt durch die Seniorenband und die Jugendtanzgruppe „Teamspirit“. Diese hat nicht nur zur Mitgestaltung des Gartens beigetragen, sondern sich die soziale Integration junger Menschen zum Ziel gesetzt. „Wir helfen dabei, dass diejenigen, die gerade erst nach Deutschland gekommen sind, sich in der ‚fremden’ Welt zurechtfinden.“
Am Ende konnte man sich wirklich nur schwer aus dieser heiter-friedlichen Gartenwelt lösen und den Heimweg aus dem Paradies antreten.

 

   
                              Farbiges Kuchenangebot                                Integrative Tanzgruppe "Teamspirit"

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Weiteres: Archiv 2011/I: 50 Jahre Frauenbund am Bergl

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Frauenbund begrüßt 50 neue Mitglieder

Schweinfurt, Mi., 13.4.2011. In der Mitgliederversammlung des Evangelischen Frauenbundes hat die Vorsitzende Heike Gröner berichtet, dass es gelungen sei, 50 Frauen neu zu gewinnen. [...] Gröner dankte für das große ehrenamtliche Engagement der Mitglieder in vielen Bereichen und Arbeitskreisen. Irene Floßmann unterlegte den Jahresbericht mit Bildern. Dabei zeigte sie das breite Angebot auf: Veranstaltungen zu Kultur, Bldung, Reisen, Sport, die Förderung von Kindern und Jugendlichen, die Begegnung und Sorge für Menschen, Sprachkurse oder die Hausaufgabenhilfe.

Die 2. Vorsitzende Ilse Heusinger gab den Kassenbericht und dankte in diesem Zusammenhang für die Spenden der Mitglieder und die Zuschüsse der Förderer als Basis für die soziale Arbeit. Sie stellte fest, dass auch aus der finanziellen Sicht der Frauenbund auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken kann. [...]

Der Höhepunkt des zweiten Teils der Mitgliederversammlung war der Bericht von Renate Käser, Mitglied der Landessynode. Als besondere Überraschung präsentierte sie einen Videoclip mit dem neuen Landesbischof. Darin grüßt Heinrich Bedford-Strohm den Frauenbund und würdigt sein ehrenamtliches Engagement. Der Frauenbund sei ein Markenzeichen, auf das die evangelische Kirche stolz sei.

(aus: Schweinfurter Tagblatt, 23.4.11, S. 28)

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           Frau Gröner präsentiert ein reichhaltiges Angebot         Geselligkeit pur bei Kaffee und Kuchen - oder auch bei Wein

 

 

 

„Der Herrgott drückt ein Auge zu“

 

Jung trifft Alt – Alt trifft Jung

Schweinfurt, Sa. 17. Mai 2008. Auch in diesem Jahr lud der Evangelische Frauenbund Schweinfurt im Rahmen der Seniorenwochen wieder zu einem Fest der Generationen in den idyllisch gelegenen „Garten der Begegnung“ am Oberen Marienbach ein. Am Eingang prangt inzwischen in Bronze ein entsprechendes Hinweisschuld. Schon bei der offiziellen Eröffnung dieses Nachmittages war viele Plätze besetzt, denn schließlich drückte der Herrgott ein Auge zu: Noch am Morgen hatte der wolkenverhangene Himmel Regen befürchten lassen. So aber traf der flotte Evergreen vom „Wochenend und Sonnenschein“, den der Frauenchor Harmonie unter Leitung von Frau Olga Baluyev neben weiteren deutschen und russischen Volksliedern vortrug, voll ins Schwarze, besser gesagt: in die Sonne.
Frauenbund-Vorsitzende Frau Heike Gröner hatte außerdem die SeniorenBand (Leitung: Herbert Brehm) engagiert, die schmissige Weisen präsentierte, und bildete zusammen mit Wagner Strelow (Sohn der gleichnamigen Pfarrerin von St. Salvator!) ein hörenswertes Flötenduett. Die Jugendgruppe Team Spirit hatte dankenswerterweise die Bewirtung übernommen. Bürgermeister Otto Wirth ließ es sich nicht nehmen, von den Grillspezialitäten und dem opulenten Kuchenbüfett zu probieren. In seinem Grußwort lobte er die vom Frauenbund erfolgreich betriebene Arbeit der Integration der Russlanddeutschen. Doch an diesem Tag bildeten zweifelsohne sie die Mehrheit, und die alteingesessenen Schweinfurter mussten sich in die Bankreihen integrieren. Kurzweil boten für die jüngere Generation Spiele, darunter das beliebte Torwand-Schießen, und (nicht nur) für die Älteren der Raritätenstand. Die (hoffentlich hohen) Einnahmen des Tages gehen an das Bayerische Müttergenesungswerk.

(Erinnern Sie sich noch an den Begegnungstag 2007? Scrollen Sie dazu weiter nach unten!)

 

   
 Gröner-Strelow-Duo, dahinter: Frauenchor Harmonie  Nie um ein Grußwort verlegen: Bürgermeister Wirth



                                                                                

„O wohl der Stadt“ : Adventsfeier 2007

Schweinfurt, 5. Dezember 2007. Der Evangelische Frauenbund hatte zu seiner jährlichen Adventsfeier ins Evangelische Gemeindehaus in der Friedenstraße geladen. Wie gewohnt war der festlich geschmückte Saal wieder bis fast auf den letzten Stuhl besezt. Nur die Tische des Basars, der erst am Vormittag eröffnet worden war, begannen sich zum Bedauern und zugleich zur Freude der Verkäuferinnen bereits sichtlich zu leeren.
Die Vorsitzende, Frau Heike Gröner, hatte nicht nur ein gediegenes, vom Blockflötenquartett „Flötentöne“ und einer Posaunengruppe musikalisch gerahmtes Programm erarbeitet, zudem für das leibliche Wohl mit Kaffee und Stollen gesorgt, sondern auch prominente Gäste geladen, unter ihnen von der Stadt Schweinfurt Herrn Verwaltungsdirektor Jürgen Montag (Ordnungsreferat) und Jürgen Mainka (Referat Jugend, Sport und Schule).
Keine Geringere als Pfarrerin Gisela Bruckmann / St. Lukas durfte mit einer Andacht in den Advent einstimmen: „Wir alle sind auf Licht angewiesen“, betonte sie, „was besonders für unseren Lebensweg gilt.“ Es gebe immer wieder Zeiten, in denen wir den Weg nicht mehr sehen würden. Deshalb müssten wir ein Licht haben, dem man trauen könne. Dies sei Christus, „das Licht der Welt“, der uns dessen vergewissere, dass das Finstere in uns und um uns nicht den Sieg davontrage.
Atmosphärisch dicht waren die rhetorisch versiert vorgetragenen Erinnerungen an Heiligabend in der St. Johannis-Kirche von Frau Wiltrud Wößner. Dabei nahm sie die Hörerinnen und Hörer hautnah in die dort immer wieder erlebten Gottesdienste und anschließend auf den Marktplatz zum Weihnachtsliedersingen mit – zugleich eine Werbung für St. Johannis am 24. Dezember dieses Jahres.
In einem weiteren Vortrag führte Frau Elke Möller / Krippenwerkstatt Jena kurzweilig anhand von Bildern durch die wechselvolle Geschichte der Krippendarstellungen – angefangen von der Kaisermutter Helena, die die erste Kirche in Bethlehem errichten ließ (Anfang 4. Jh. n. Chr.), bis hin zu dem problematischen Verhältnis der Nationalsozialisten und der DDR zu christlichen Symbolen und ihren vergeblichen Versuchen, ein Krippenverbot (wie schon einmal in Bayern 1803 durch König Max IV. praktiziert) durchzusetzen. Frau Möller, die aus dem Erzgebirge stammt, von Haus aus Katechetin ist, aber sich zum „Krippenbaumeister“ hat ausbilden lassen, präsentierte abschließend noch exquisite Krippen speziell aus Thüringen und dazu deren namhafte Künstler. Weihnachtskrippen seien die schönste Botschaft der Welt, resümierte sie.
Am Ende dieses langen, lehrreichen und erbaulichen Nachmittages stand die Danksagung seitens der Stellvertretenden Vorsitzenden des Frauenbundes, Frau Doris Schorn, „an jeden Einzelnen“.
Der Verfasser dieses Artikels dachte spontan: Wie leicht und zu Recht ließen sich für den evangelischen Frauenbund Schweinfurt die Zeilen des Adventsliedes „Macht hoch die Tür“ umdichten: „O wohl dem Land, o wohl der Stadt, so eine Segensarbeit bei sich hat!“

 

   
     Der Basar: Die Arbeit hat sich gelohnt und gereicht zum Segen.               Dankbares Auditorium an festlich gedeckten Tischen
          
  Frau Gröner zwischen den Herren Montag (l.) und Mainka (r.)  Adventliche Gedanken von Frau Pfarrerin Bruckmann



 

Miteinander - Füreinander

Der Evang. Frauenbund hatte am Sa., 26. Mai 2007, alle Schweinfurter in den "Garten der Begegnung" eingeladen. Denn am Oberen Marienbach ist aus einem verwilderten Grundstück mit Hilfe von vielen Jugendlichen und Spätaussiedlern ein Ort für Freizeit und Sport für Jung und Alt geworden. Uneigennützige Einsätze wie dieser erleichtern Schülern, Jugendlichen in der Ausbildung und Arbeitslosen die Selbstwertfindung. Der Frauenbund ist Pächter und kümmert sich um die Pflege des Grundstückes.

Bestes, fast hochsommerliches Wetter sorgte für regen Besuch. Die rund 200 Sitzplätze reichten bald kaum mehr aus. Gleich am Eingang war ein Raritätenstand aufgebaut. Speisen und Getränke fanden rasch ihre Abnehmer. Die Jugendgruppe "TeamSpirit", erkennbar an ihren langen blauen Servierschürzen,  versah mit viel Elan und Übersicht den Service am Küchenbuffet und sorgte für Nachschub an den Tischen. Dazu heizte die Seniorenband mit extra heißen Rhythmen ein. Der russlanddeutsche Frauenchor "Harmonie" sang deutsche und russische Weisen und animierte zum Einstimmen: "Wochenend und Sonnenschein ..."

Der Erlös des Tages war bestimmt für die Herrichtung eines Grillplatzes im Garten. Alle konnten sich bereits von der professionellen Arbeit der Ehrenamtlichen, die den Grillofen gemauert hatten, überzeugen. Rundum: Ein gelungenes Fest der Begegnung von Jugend und Senioren!

 

   
                                                    Immer im Bilde: Frau Heike Gröner -   Moderatorin mit Übersicht und Herz

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Übrigens wussten Sie schon? Frau Heike Gröner, CDU-Stadträtin, wurde in München von Christa Stewens, der Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, mit der Bayerischen Staatsmedaille für soziale Verdienste in Anerkennung ihres beispielhaften Einsatzes für die Betreuung und Eingliederung von Spätaussiedlern ausgezeichnet: "Zur Lebensaufgabe ist Ihnen die Integration der Spätaussiedler und Migranten in Schweinfurt geworden."

Ministerin Stewens betonte in ihrer Laudatio auch, dass Frau Gröner seit 1994 die Vorsitzende des Evang. Frauenbundes Schweinfurt ist, der mit über 700 Mitgliedern den größten Verband innerhalb des Deutschen Evangelischen Frauenbundes stellt.

(frei nach: Schweinfurter Tagblatt vom 18.11.06, S. 33)

 

Lesen Sie auch: 85 Jahre Evang. Frauenbund Schweinfurt und seine Geschichte