Nicht nur um sich selber kreisen

Datum: 

15.03.2017

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Einen schönen guten Morgen, liebe Hörer,

eine uralte Geschichte aus Nordafrika erzählt von einem Vater mit seinen drei Söhnen und den 17 Kamelen. Der Vater machte sein Testament und verteilte die Kamelherde an seine Söhne folgendermaßen: Der älteste Sohn sollte die Hälfte, der zweite ein Drittel und der Jüngste ein neuntel der Herde erhalten. Wie aber bitte schön teilt man 17 durch zwei, durch drei, durch neun? Wie die Söhne auch immer die Lösung angingen, sie kamen zu keinem Ergebnis.

Da stieg ein Fremder des Wegs, die Brüder winkten ihn herbei. Er stieg von seinem Kamel und setzte sich zu ihnen. Die drei Brüder erzählten ihm ihr Problem und baten um Rat und Hilfe. Der Fremde hatte eine Idee: Er schenkte den drei Brüdern sein eigenes Kamel. Jetzt hatten sie achtzehn Kamele. Die Hälfte waren neun, ein Drittel sechs, ein neuntel zwei: macht zusammen siebzehn. Es blieb also noch ein Kamel übrig. Das gaben die dredem Fremden zurück, der damit weiterzog.

Offensichtlich gibt es für manche, scheinbar schwierige Probleme zuweilen eine überraschend einfache Lösung, wenn man nicht nur um sich selbst kreist und nur die eigenen Möglichkeiten bedenkt. Die drei Brüder öffnen sich dem Außenstehenden und bitten ihn um Rat und Hilfe. Er stellt seine eigenen Möglichkeiten zur Verfügung. Er bringt sich mit dem ein, was er hat und das Problem ist zu lösen.

Und noch etwas verdeutlicht diese Geschichte. Wer teilt muß nicht ärmer werden. Zuweilen bekommt er wieder viel zurück, manchmal sogar alles, ja sogar noch mehr, als er geben konnte. Es bestätigt sich auch hier wieder die alte Erfahrung: teilen macht glücklich, in der einen, wie in der anderen Richtung.

Vielleicht probieren sie es heute ganz einfach einmal aus.

Einen guten Start in diesen Tag wünscht ihnen ihr Pfarrer Stefan Stauch aus Sennfeld