Zweifeln und Glauben

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Amen

 

Liebe Gemeinde,

 

glauben sie immer alles, was sie hören?

Gerade in den jetzigen Tagen hören wir viel über den Corona-Virus.

Da gibt es durchaus auch widersprüchliche Aussagen.

Manch einer stellt sich dann schon die Frage was er glauben soll.

 

Und auch sonst geht es uns immer wieder so im Leben.

Wir leben in einer Gesellschaft in der wir, wenn wir wollen, sehr schnell an Informationen kommen.

Manche von diesen Informationen entsprechen tatsächlich der Wahrheit. Andere wiederum sind sogenannte „Fake News“.

 

Da fällt es einem nicht immer leicht allen Informationen Glauben zu schenken.

Oftmals fangen wir an zu zweifeln.

Und genauso zweifelhaft ist es für uns auch heute, wie es wohl in den nächsten Wochen noch weitergeht. Wann läuft alles wieder in den gewohnten Bahnen?

 

Da wir es nicht wissen, können wir nur Zweifeln oder aber Glauben.

 

Doch diese Sache mit dem Zweifeln ist eigentlich viel älter.

Es gibt eine Geschichte in der Bibel, bei der auch ein Mensch am Zweifeln ist.

 

Sie handelt von der Zeit nach Jesu Auferstehung.

Jesus Jünger saßen am Auferstehungstag immer im verschlossen Raum zusammen.

Doch an diesem Tag war etwas anders. Ein Mann betrat den verschlossen Raum und grüßte Sie, wie Jesus sie immer gegrüßt hatte.

Und dann zeigte er Ihnen noch die Wunden an den Händen und an seiner Seite.

Für die Jünger war klar, dass ist ihr auferstandener Jesus Christus.

 

Doch an diesem Abend war der Jünger Thomas nicht bei Ihnen.

Als er von den anderen Jüngern die Geschichte hörte, da konnte er es nicht glauben.

Thomas wollte Beweise für den Auferstanden Jesus haben.

Er wollte die Wunden mit seinen eigenen Händen berühren.

 

Sicherlich dachte Thomas, dass ihm die Jünger einen Bären aufbinden wollten.

 

Doch am nächsten Abend, als die Jünger zusammen saßen, passierte es.

Wie immer waren die Türen verschlossen. Und wieder trat Jesus ein.

 

Doch diesmal ging er bewusst auf Thomas zu.

Thomas soll ihn an seinen Wunden berühren.

Also Thomas das tut, kann auch er glauben das es wirklich Jesus ist.

 

Doch Jesus findet es gar nicht gut, wenn man nur glauben kann, wenn man Beweise hat.

Jesus preist die Menschen, die keine Beweise brauchen um an ihn zu glauben.

 

Doch warum ist es eigentlich schlecht, wenn man immer Beweise zum Glauben braucht?

 

Im Grunde ist es eigentlich ganz einfach.

Denn wenn wir immer alles bewiesen haben möchten, dann macht das den Glauben doch auch irgendwie kaputt.

Dann können wir uns mit dem Herzen auf nichts mehr voll und ganz einlassen. Und all das Fantastische und Wunderbare an unserem Glauben geht verloren.

 

Um das zu verhindern sollten wir öfters einmal auch einfach auf das Vertrauen, was wir hören. Was uns Freunde oder Vertrauenspersonen erzählen, dass können wir einfach annehmen ohne es zu hinterfragen.

Zumindest müssen wir nicht immer überall Beweise suchen. Sondern vielmehr auf unser Herz hören.

 

Und genau das hat Jesus uns damit auch sagen wollen. Wenn wir einfach glauben, auch ohne zu sehen, dann sind wir selig. Wenn wir auf unser Herz hören und das unglaubliche annehmen und einfach auf unsere Freunde vertrauen, dann sind wir auf einem guten Weg.

 

Jesus wünscht sich dieses Vertrauen. Er möchte, dass wir auf ihn und auf Gott vertrauen. Und das tun wir ja auch immer im Gottesdienst. Wir feiern gemeinsam und vertrauen darauf, dass Jesus mitten unter uns ist. Ebenso wie damals bei den Jüngern.

 

Wir sehen Jesus zwar nicht, aber wir glauben daran, dass er da ist. Wenn wir uns das immer wieder bewusst machen, dann können wir nie tiefer fallen, als in Gottes schützende Hände.

 

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus.

Amen

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